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Daily business @ SHS VIVEON

Hier lernst Du den Berufsalltag unserer Kollegen kennen. Neben Berichten über spannende Kundenprojekte in

erfahrt Ihr auf diesen Seiten mehr über die täglichen Herausforderungen und persönlichen Eindrücke unserer Kolleginnen und Kollegen.


Drei Fragen - Drei Antworten

mit Henning, Technical Consultant für unsere RiskSuite

 

1. Lieber Henning, in Deiner Tätigkeit als Technical Consultant bist Du nah an unserem Produkt RiskSuite und an unseren Kunden dran: Was macht diese Symbiose so besonders für Dich? 

Ich finde es interessant, wie die Kunden unser Produkt doch auf recht unterschiedliche Weise einsetzen und dabei dann auch in unterschiedliche Branchen rein riechen zu können. Auch macht es die Arbeit abwechslungsreich.

2. Vor kurzem warst Du sogar im Rahmen eines Projekts bei einem Kunden in China vor Ort: Welchen Aufgaben und Herausforderungen bist Du dabei begegnet?

Die größte Herausforderung war natürlich die Sprache. Ich konnte nichts lesen und außerhalb der Räume unseres Kunden sprachen nicht allzu viele Menschen Englisch. Besonders interessant wurde es dann auch beim Essen. Ich habe oftmals vermieden nachzufragen, was sich hinter den Gerichten versteckt.

Beim Kunden galt es, die RiskSuite in Version 6.4 zu installieren. Das lief aber wegen des automatischen Installers und der super Unterstützung aus München sehr gut und stellte mich nicht vor größere Herausforderungen. Ungewöhnlich war auch die andere Herangehensweise an das Projekt. Es wird in China weniger vorgeplant und sehr flexibel auf aktuelle Ereignisse reagiert. Das hat Vorteile, wie ich gesehen habe, aber auch Nachteile. Denn Ressourcen werden erst angefordert alsbald sie wirklich gebraucht werden, was manchmal dazu führte, dass wir dann doch ab und an auf die Bereitstellung warten mussten. Die Kollegen vor Ort sind jedoch alle sehr interessiert gewesen und ich habe den Eindruck, sie haben einiges von meinen Ideen und Vorschlägen gerne übernommen. Für mich habe ich mitgenommen, dass man einfach mal den Mut haben sollte, etwas Neues zu versuchen.

3. Zum Schluss: Wie lautet Deine Antwort, wenn Deine Tochter Dich fragt, was Du eigentlich arbeitest?

Diese Frage hat meine Tochter tatsächlich schon gestellt. Ich habe ihr erzählt, dass ich auf der einen Seite die Kunden dabei unterstütze, unser Produkt in ihre Arbeitsprozesse einzubinden und andererseits auch um die Fehlersuche und Verbesserung unseres Produktes kümmere. Kurzum, dass mein Beruf sehr abwechslungsreich und häufig auch eine Herausforderung ist.

Das hat sie so überzeugt, dass sie jetzt auch in die Informatikbranche einsteigen mag und ich freue mich, dass ich ihr hier ein paar Tipps und Hilfen geben kann.

Drei Fragen - Drei Antworten

mit Markus, Praktikant im Bereich Marketing / Eventmanagement

 

1. Lieber Markus, Du absolvierst ein Praktikum bei der SHS VIVEON im Marketing – welche Ziele steckst Du Dir für diese Zeit?

Mein Ziel ist es den bestmöglichen Eintritt in die Berufswelt zu schaffen. Nachdem ich nun meine schulische und akademische Ausbildung abgeschlossen habe, will ich natürlich alles in der Theorie Gelernte in der Praxis anwenden. Ich möchte aktiv und gestalterisch an den Marketing-Zielen der SHS VIVEON mitwirken und dabei möglichst jede sich mir bietende Erfahrung mitnehmen. 

2. Welches Knowhow aus den Vorlesungen konntest Du bereits während Deines Praktikums anwenden?

Das theoretische Wissen fließt mehr oder weniger unbewusst in den Arbeitsalltag mit ein. Zum Beispiel macht man sich aktiv keine Gedanken über eine SMART-Analyse, bezieht sie aber natürlich in jeden Arbeitsprozess und jede Entscheidungsfindung mit ein. Jedoch gibt es besonders im Bereich Events und Eventmanagement oftmals die Situation, wo man Gelerntes wie eine Zielgruppenanalyse o.Ä. in der Praxis anwenden kann. 

3. Wieso hast Du Dich für das Praktikum bei SHS VIVEON entschieden? 

Vom ersten Gespräch an hatte ich immer das Gefühl hier gut aufgehoben zu sein. Ein großer Faktor war auch die Ausrichtung des Unternehmens entlang der allgegenwärtigen Digitalisierung. 

Das Praktikum bei der SHS VIVEON bietet mir einen professionellen und abwechslungsreichen Arbeitsalltag, da es jeden Tag neue Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen gilt. Zudem wurde mir von Anfang an großer Handlungsspielraum zugesagt und nun auch gewährt. Alles in allem war es keine schwere Entscheidung, meinen Berufseinstieg hier zu starten.

Drei Fragen - Drei Antworten

mit Ethan, Junior Product Manager für unsere proofitBOX

 

1. Lieber Ethan, seit Anfang des Jahres bist Du nun im Team der SHS VIVEON. Wie war der Start für Dich bisher?

Kurz gesagt: einen besseren Start hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich wurde sehr herzlich empfangen und habe bereits einen umfassenden Einblick in die SHS VIVEON erhalten. Ich habe zwar noch Mühe, mir sämtliche Namen zu merken, aber das wird schon noch ;-).

2. An welchen Aufgaben und Themen arbeitest Du aktuell?

Aktuell bin ich im Product Management für die proofitBOX zuständig und arbeite mich in unsere RiskSuite ein. Dabei beschäftige ich mich insbesondere mit den Themen Zahlartensteuerung und Betrugsmustererkennung im E-Commerce. Der Bereich ist für mich sehr spannend, da er interdisziplinär ist und viele Fachgebiete umfasst. Darüber hinaus habe ich hierdurch die Möglichkeit, den Checkout-Prozess aus Kundensicht zu betrachten. Natürlich gilt es dabei, fachliche Anforderungen zu erkennen und diese auch technisch umzusetzen. Dies ist eine Herausforderung, die mir persönlich viel Spaß macht.

3. Was macht die SHS VIVEON in Deinen Augen für Berufseinsteiger attraktiv?

Ich denke, dass Berufseinsteiger insbesondere von der fachlichen und branchenübergreifenden Erfahrung von SHS VIVEON profitieren können. Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und gewinnt für Unternehmen zunehmend an Relevanz. Gerade deshalb ist es wichtig, einen professionellen Einblick in digitale Prozesse entlang des Kundenlebenszyklus zu gewinnen. SHS VIVEON bietet mir hierfür den optimalen Rahmen, um mich fachlich und persönlich weiterentwickeln zu können.

Drei Fragen - Drei Antworten

mit Johannes - Software Developer - bei SHS VIVEON

 

1.    SV: Lieber Johannes, was macht für Dich als Software Developer die SHS VIVEON zu einem attraktiven Arbeitgeber?

Johannes: SHS VIVEON ist ein renommiertes Software-Unternehmen in der Umgebung. Vielen Absolventen meiner Ausbildungsstätte, so auch mir, wurde bei SHS VIVEON bereits die Chance für einen direkten Berufseinstieg eingeräumt, um unser Können unter Beweis zu stellen und Erfahrungen zu sammeln. Insbesondere der Zusammenhalt der Kollegen macht das Unternehmen sehr attraktiv. Außerdem bin ich in interessanten Projekten und werde ständig gefordert und gefördert.

2.    SV: Die SHS VIVEON begleitet Dich ja nun bereits über verschiedene Stationen in Deinem Werdegang. Erzähl uns doch bitte kurz was darüber.

Johannes: Nach meiner Ausbildung habe ich bei SHS VIVEON im DebiTEX Product Development angefangen. Nach einiger Zeit und vielen neuen praktischen Erfahrungen wurde mir bewusst, dass ich mein Wissen noch weiter vertiefen möchte. Ich habe mich für ein Informatik-Studium in München entschieden, wobei mir die SHS VIVEON mit Rat und Tat zur Seite stand. Als ich mein Abitur nachholte, gab mir das Unternehmen die Möglichkeit, die freie Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll zu nutzen und meine Kollegen zu unterstützen. Während meines Studiums kann ich als Werkstudent weiterhin mit meinem Team zusammenarbeiten, um neu erlerntes theoretisches Wissen auch in der Praxis gewinnbringend für mein Unternehmen anzuwenden.

3.    SV: Dein Team in 3 Worten?

Johannes: Eine große Rolle spielen Teamwork, Hilfsbereitschaft und Kommunikation in meinem Team.

Drei Fragen - Drei Antworten

Mit Matthias - Senior Systems Engineer - seit 2011 bei SHS VIVEON am Standort Mühldorf beschäftigt

 

1.    SV: Lieber Matthias, wie bist du 2011 eigentlich zur SHS VIVEON gekommen?

Matthias: Ich habe nach einem attraktiven Arbeitgeber im Raum Altötting/Mühldorf gesucht, da mein damaliger Job in München, aufgrund der Fahrtzeiten eher belastend war. Da wurde ich durch einen ehemaligen Klassenkameraden auf die SHS VIVEON AG, damals noch in Kastl, aufmerksam. Hier habe ich mich sehr schnell wohl gefühlt und seitdem bin ich aktiv mit viel Herzblut dabei.

2.   SV: Was für Aufgaben und Projekte verantwortest Du aktuell?

Matthias: Es gibt viele unterschiedliche abwechslungsreiche Themen und Kundenprojekte. Zum einen gibt es die klassische Administration der Infrastruktur, die Erarbeitung von Konzeptionen für neue Systeme, Projektmanagement gehört genauso dazu wie die Einführung neuer Softwareprodukte, bspw. die Betreuung und Einführung einer Banken-Software. Zudem kommt man mit vielen unterschiedlichen Produkten der SHS VIVEON in Berührung. Meine Arbeit ist vor allem durch einen großen Spielraum geprägt, mal eine eigene Idee voran zu treiben. Alles in allem kann man sagen, es wird einem definitiv nicht langweilig.

3.    SV: Und was gefällt Dir am besten an Deinem Team?

Matthias: Unser Team arbeitet sehr gut zusammen und man hilft sich jederzeit gegenseitig. Wir verstehen uns sozusagen in aller Regel blind. Auch außerhalb des Büros läuft man sich des Öfteren über den Weg und trifft sich zu gemeinsamen Unternehmungen, auch Freundschaften haben sich so bereits gebildet, so muss das sein.

Drei Fragen - Drei Antworten

MIT PHILIPP HASSOUN – PROFESSIONAL CONSULTANT – SEIT 2012 BEI SHS VIVEON AM STANDORT MÜNCHEN BESCHÄFTIGT

 

1.    SV: Lieber Philipp, Du bist nun schon einige Jahre für SHS VIVEON tätig.  Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Philipp: Als Technischer Berater habe ich eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben die mich jeden Tag erwarten. So benutze ich unser Produkt, die GUARDEAN RiskSuite, in allen Projektphasen – von der Planung und dem Design, über die Implementierung und dem Testen, bis hin zum eigentlichen Rollout und Livegang. Dabei besonders typisch ist der enge Kontakt mit unseren Kunden um deren Anforderungen möglichst genau zu erfassen. Auf Basis dieser Anforderungen entwickeln wir dann durch alle oben genannten Phasen hindurch eine passgenaue Lösung.

2.    SV: Was begeistert Dich an Deiner täglichen Arbeit am meisten?


Philipp: Aufgrund meines abwechslungsreichen Arbeitsalltages, habe ich sehr unterschiedliche Aufgaben zu meistern.  Dabei stehen mir viele Freiheiten zur Verfügung, diese bestmöglich zu lösen. Und falls es mal nicht weitergeht, haben wir ein großartiges Team, um auch komplexe Themen gemeinsam zu erarbeiten.

3.    SV: Ihr sucht neue Kollegen und Unterstützung in Eurem Bereich. Um den neuen Kollegen einen Einblick zu geben: wie würdest Du Euer Team in wenigen Worten beschreiben?

Philipp: Wir sind ein sehr homogenes und begeistertes Team, das einige der spannendsten Kunden und Projekte in der Firma betreut. Dabei konnten wir bereits einige große Projekte erfolgreich stemmen.

Hast Du Lust Philipp und sein Team zu unterstützen? Dann melde Dich gerne bei uns!

Drei Fragen - Drei Antworten

mit Rubén Robles Serrano - Professional Consultant - seit 2013 bei der SHS VIVEON AG am Standort München tätig

 

1.    SV: Lieber Rubén: Du bist in Deiner Funktion als Technical Consultant (J2EE) im Customer Service unseres Produkts RiskSuite tätig. Mit welchen Stichworten würdest Du kurz und knapp Deinen Job beschreiben?

Rubén: In unseren Routine-Aufgaben müssen wir vor allem schnell agieren, stets die Fassung bewahren und Wissen über verschiedene Kunden haben. Also geeignete Worte wären „aufgeweckt “, „Fertigkeit“, „Reaktionsgeschwindigkeit“ oder „SUV Konzept“.

2.    SV: Hand aufs Herz: Was ist aktuell Deine spannendste Aufgabe?

Rubén: In unserer Abteilung übernehmen wir nicht nur Support-Tätigkeiten sondern auch Change Requests, Datenbank-Migrationen, Applikation Server-Installationen und und und
Meine spannendste Aufgabe ist eine komplett neue Umgebung aufzubauen. Es beinhaltet die Analyse der Anforderungen des Kunden, die Aufwandskalkulation, die Installation der entsprechenden RiskSuite-Version mit den zugehörigen Datenbanken und Applikation Server, die Definition und Entwicklung der Workflows in unserem Produkt RiskSuite, die möglichen Verbindungen mit externen Komponenten (wie Auskunfteien) etc.  
Es ist definitiv ein komplexes Arbeiten, für das auch Zeit investiert werden muss.

3.    SV: Du suchst auch neue KollegInnen: Welche Kompetenzen soll die Verstärkung optimaler Weise mitbringen?

Rubén: Wie in den vorherigen Punkten schon erwähnt, unsere Tätigkeit ist recht komplex. In der Support-Branche weiß man nie, wann, wie oder wovon Probleme, Schwierigkeiten,  Fragen ankommen. Nach der Planung einer neuen Woche können verschiedene Anfragen plötzlich auftauchen, die auch priorisiert werden müssen, ohne die bereits geplanten Tätigkeiten zu vernachlässigen.

Für jeden unserer Kunden wird eine individuelle technische Lösung definiert und das macht jeden Kunden komplett exklusiv.

Deswegen das Konzept SUV (Abkürzung von Sport Utility Vehicle), was einen Geländewagen definiert. SUV wäre bei uns eine Person, die sich in diversen Kompetenzen mit „Geländefähigkeit“ bewegen kann. Die spezifischen Fachexperten (z.B. ausschließlich Datenbanken-KnowHow oder Betriebssystem-Experten) werden in meiner Abteilung leider nicht optimal fahren wie ein SUV.

Ein SUV Mitarbeiter ist ein Dschungeltier, das sowohl ein Problem schnell analysieren als auch bei einem Kunden richtig reagieren muss, die oder der nicht nur technische, sondern auch soziale Kompetenzen entwickeln möchte…

Das ist genau, was wir suchen. Hast Du Lust darauf?

SV: Ich gebe die Frage gerne an all unsere Leser weiter – wie steht’s um Euch?

Julia, Junior Consultant
SHS VIVEON goes down under

Unter diesem Motto stand mein erster Projekteinsatz im Ausland bei der SHS VIVEON AG. Ganz schön spannend und aufregend war es als abends in der S-Bahn auf der Heimfahrt das Handy klingelte und die Frage kam: Julia, kannst du nach Australien fliegen?

Ganz schön baff aber mit einer gehörigen Portion Vorfreude ging‘s auch gleich los: neben formellen Vorbereitungen wie Reisepass, Visum und internationaler Führerschein, musste ich mich auch um ganz alltägliche Dinge kümmern, wie Freunde anrufen und mich für die nächsten vier Wochen abmelden und wer gießt meine Pflanzen die nächsten vier Wochen?

Nach dem Vorbereitungsstress war ich dann auch froh, als ich endlich im Flugzeug saß…natürlich Business Class! Mein Sitznachbar, welcher als Expat in Doha/Katar arbeitet, hat sich ganz schön amüsiert, wie ich mit glänzenden Augen zum ersten Mal in der wunderbaren Welt der Business Class saß und aus dem Staunen nicht mehr raus kam: Gemütliche Stühle mit allem Komfort, eine 2-seitige Menükarte, Champagner, Handtücher etc.

In der Business Lounge in Doha hat ich dann auch schon genug gegessen und freute mich einfach nur auf den Weiterflug nach Melbourne, auf dem dann endlich richtig schlafen angesagt war.

Endlich angekommen auf australischem Boden stand auch schon die nächste Herausforderung für mich bereit: zum ersten Mal auf der linken Straßenseite fahren. Puuuh, ich hab ganz schön geschwitzt: nach langem Flug, auf einem fremden Kontinent am anderen Ende der Welt, Automatik und Linksverkehr. Gottseidank war es aber mitten in der Nacht, so dass ich wenigstens die vierspurigen Straßen für mich hatte!

Die nächsten drei Wochen Projektzeit vergingen auch schon wie im Flug: Workshops mit japanischen und australischen Kunden und an den Wochenenden Melbourne und Umland entdecken. In der Zeit habe ich unglaublich viel gelernt und mitgenommen. Auch gab’s sehr witzige Momente, z.B. an Halloween wurde das Büro gruselig geschmückt und zum ‚Dungeon‘ umfunktioniert und jeder kam im Kostüm. Da mussten wir natürlich nachziehen und haben uns CI-konforme grüne Masken besorgt.

Nach den drei Wochen konnte ich noch eine Woche Urlaub dran hängen und bin mit dem Greyhound Bus nach Byron Bay (Surferparadies mit unglaublichen Stränden) und wieder zurück über Sydney nach Melbourne gefahren. Pünktlich zu meinem Geburtstag saß ich auch schon wieder im Flugzeug Richtung Heimat mit einem weinenden (weil’s echt eine spannende und aufregende Zeit war) und einem lachenden (weil die Vorfreude auf daheim schon groß war) Auge. Als der Steward erfahren hatte, dass ich Geburtstag hatte, zwinkerte er mir zu und meinte, er würde für mich eine eigene Flasche Champagner öffnen. So gings zufrieden und müde wieder Richtung München.

Auch wenn’s manchmal schon eine Herausforderung war: fremdes Land und Sprache und alles im Business Kontext, war’s eine unglaubliche Chance und tolle Zeit, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Alexander, Senior Consultant
Der Beraterhund

„Dass du es noch nicht leid geworden bist dieses Ding durch Welt zu ziehen.“ wurde ich bei der Heimkehr vom Kunden am Donnerstag begrüßt. Ich war mit Freunden auf ein Bier verabredet und direkt vom Bahnhof gekommen. Sie hatten schon bestellt und Steffi verabreichte ihrem Fifi ein kleines Leckerli, woraufhin sich dieser wieder unter den Tisch trollte. Fifi hatte eine Vorliebe für Beine, allerdings nur wenn sie in Anzughosen steckten. „Von wegen bester Freund des Menschen“ lamentierte ich, die Nase noch in der Speisekarte, als Fifi sich anschickte mein Hosenbein zu beschmusen. „Da ist mir jeder Beraterhund lieber.“ – „Berater-was?“ fragte Jochen –„Bullshitbingovokabular“ antwortete ihm Volker.

Zugegeben, ich war nicht allerbester Laune als ich an diesem Donnerstag vom Kunden zurückkehrte, immer noch im Anzug, nach vier Stunden in der Bahn. Doch die heimische Umgebung stimmte mich wieder versöhnlich, auch mit Anzughosenhund Fifi. Jetzt wollten alle wissen was es denn nun mit dem Beraterhund auf sich habe.

„Der Beraterhund ist der beste Freund des Beraters.“ sagte ich und deutete auf meinen Trolley. „Er folgt auf Schritt und Tritt, wie an der Leine, und lässt die Rollen von fremden Anzughosen – meistens.“ – „Bester Freund, das würde ich nicht mal über meine Handtasche sagen“ sagte Steffi, gefolgt vom „Mach doch mal auf“ Volkers. Ich war selber überrascht was alles zum Vorschein kam, und bei jedem zweiten Teil fragt jemand „Und was machst Du denn damit?!?

Ich legte alles auf den Tisch. Im vorderen Fach fand sich ein USB-Stick, mein Schlüsselbund, eine Brieftasche, ein Etui mit Kugelschreiber und Druckbleistift, Ersatzminen, ein Presenter, Schnürsenkel schwarz und braun, mein Visitenkartenetui. Außerdem gab es da noch ein kleines Kunststoffetui mit einer SD-Karte und einem Adapter, eine kleine Handcreme, ein Taschenmesser, eine Handdesinfektionslotion, Visitenkarten von Taxiunternehmern und Kantinenkarten für halb Deutschland.

Das Außenfach beherbergte Netzteil und Maus, separat aufbewahrt damit nichts mit rausfliegt wenn man es im Zug rauszieht. „Und da ist wohl dann nur der Laptop drin?“ – „Naja, mehr oder weniger“. Daneben gab es noch Papier, Briefumschläge, Ohrhörer, einen USB-Adapter für den Zigarettenanzünder, ein USB-Kabel, eine Klarsichthülle mit Bahn-, Taxi- und Flugbelegen.

„Du hast eine Glückwunschkarte in Deiner Aktentasche!?!“ entfuhr es Jochen – „Jedenfalls hab ich schon mal eine von dir zum Geburtstag bekommen“ sagte Steffi „und ich habe mich sehr gefreut. Hast du dann auch Briefmarken mit dabei?“ – „In der Brieftasche; brauchst du 45 oder 58 Cent?“ – „Du spinnst echt.“ meinte Jochen und trank von seinem Bier. „Aber auf jeden Fall cooler als so ein 08/15 Facebook Pinnwandeintrag.“. Ich legte die Karte zum Rest auf den Tisch, er war übersät mit dem ganzen Kleinkram aus meinem Koffer. Erschreckend. Dabei waren die Notfallkippen, das Feuerzeug, Schuhlöffel und Schuhputzschwämmchen sowie zwei Aspirin Komplex noch gar nicht ausgepackt.

„Und dann trägst du die ganze Woche den gleichen Anzug oder wie? Der kleine Laptoptrolley ist ja ohnehin nicht groß, und da sollen Klamotten rein?“. Ich öffnete das hintere Fach des Trolleys, es enthielt drei Beutel und ein Brillenetui. „Nein, der große Rest ist im Koffer im Hotel deponiert. Hier drin ist nur das nötigste: Ein Beutel ist für Wäsche, einer ist mein Waschbeutel und das sind meine Galoschen.“ – „Galo-was?“ – „Galoschen“ entgegnete ich. 

„Ich lasse mir ungern vom Wetter die Wahl meiner Schuhe diktieren. Das sind Überschuhe aus Gummi, die können eben schnell übergezogen werden und schützen die schönen Schuhe.“ – „Wie ich schon sagte“ grummelte Jochen „du spinnst echt un….“ – „Jetzt will ich aber noch wissen was in dem Mini-Waschbeutel ist.“ unterbrach Steffi „Da hat ja gar nichts Platz. Mach‘ mal auf!“. Zahnbürste, Kontaktlinsen, Zahnpasta, Rasierer, Maniküre. „Nähzeug?“ – „Naja, ich wusste nicht wo ich das sonst hätte verstauen sollen, aber dort schien es mir recht gut aufgehoben.“ sagte ich. „Und der Rest?“ – „Gibt’s alles im Hotel.“

„Ich find‘s eh schon abgefahren was Du alles für Schrott mitschleppst.“ sagte Volker „Aber jetzt weiß ich warum du mit der Reiserei einigermaßen entspannt bist. Wenn ich mal im ICE einen Fallschirm nähen muss, oder der Mietwagen qualmend stehen bleibt wünsch ich mir auch einen solchen Hund.

Das solltest du echt mal aufschreiben, das mit dem Beraterhund.“ Gute Idee.

Andrea im Interview mit Andreas, Senior Consultant
Regression zum Frühstück oder Warum Statistik kein Bauchweh verursachen muss

Statistik, Arithmetik, Korrelation, Regression, Multivariate Verfahren und Heteroskedastizität – lösen diese Begriffe bei Euch Unbehagen oder gar Angstzustände aus? Und habt Ihr Euch schon immer gefragt, was Ihr eigentlich mit dieser ganzen statistischen Theorie anfangen sollt?

Wir haben einfach mal unseren Experten Andreas gefragt, warum ihm Statistik Spaß macht und woher seine Leidenschaft für analytische Themen kommt:

Andrea: Andreas, Du bist als Senior Consultant für Customer und Business Analytics bei der SHS VIVEON tätig. Woher kommt Dein Interesse an Analysen und Statistik?

Andreas: Ich habe schon zu Studienzeiten eigene empirische Untersuchungen durchgeführt, z.B. zur Karriereorientierung von Studierenden oder über das Herstellerimage im Handel, und bin dabei auf interessante Ergebnisse gestoßen, die so noch nicht in der einschlägigen Literatur zu finden waren.

Andrea: Warum macht es Dir Spaß, Dinge zu analysieren?

Andreas: Man entdeckt häufig „Neues“ und kann in Themengebieten forschen, für die man sich persönlich interessiert. Die Analysen geben Auskunft über Personen, Einstellungen und Verhaltensweisen, rationales und irrationales Verhalten. Man hat es also mit „lebenden“ Zahlen zu tun und muss nicht mit „trockenen“ Finanzkennzahlen arbeiten.

Andrea: Kannst Du mir drei Gründe nennen, wozu Statistik in der Praxis nützlich ist?

Andreas: Natürlich!

  1. Statistik schärft die analytische Kompetenz und die ist bei potenziellen Arbeitgebern immer gefragt.
  2. Statistik erzeugt einen klaren Blick für Zusammenhänge hinter scheinbaren Fakten (Trennung von Korrelation und Kausalität) und
  3. Statistik lässt sich auch im täglichen Leben anwenden (man kann z.B. die oftmals gewollte Fehlinterpretation von Zahlen und Diagrammen in der Presse vermeiden).

50 Studierende des Lehrstuhls Versicherungsmarketing der Universität Erlangen-Nürnberg haben Andreas live erlebt und sich zeigen lassen, wie statistische Methoden in der Praxis eingesetzt werden. Im Fokus: Kundenanalysen und Data Mining bei Finanzdienstleistern anhand zweier Beispiele aus der Praxis, die Schätzung von Cross-Selling-Potenzialen bei einer Versicherung, Churn-Analysen bei einer Direktbank.

The Running Gag
Wohin das Laufen einen bringen kann… (Part 1)

Alles Neue bringt … Nein, in diesem Fall nicht der Mai, sondern der SHS VIVEON Run Club. Wie jedes Jahr starten SHS VIVEON Kollegen im Wonnemonat unter der Anleitung des Lauftrainers Guido in die neue Laufsaison. In diesem Jahr berichten jedoch erstmals die Kolleginnen Daniela und Juliane als “rasende Reporterinnen” von ihren Erlebnissen und Erfahrungen im Run Club.

Juliane: Irgendwie drehen sich seit einiger Zeit fast alle Gespräche in meinem Umfeld um das Laufen. Ist das ein Hype? Ein aktuelles Lebensgefühl? Schaumschlägerei? Oder vielleicht mein ganz eigener Wunsch dieses viel versprochene Gefühl des inneren und körperlichen Ausgleichs, des Naturerlebnisses, des Erfolgs zu spüren? Da kommt mir die Ankündigung in unserem Firmen-Newsletter ganz gelegen. Wie jedes Jahr bietet SHS VIVEON für seine Mitarbeiter einen Run-Club. Gemeinsam mit einem professionellen Lauftrainer trainieren SHS VIVEON Mitarbeiter Kondition, Koordination und Lauftechnik. Das muss ich probieren.

Vor allem suche ich Antworten auf die elementaren Fragen: Wie überwinde ich meinen sehr engagierten Schweinehund? Wie halte ich jemals 10 Kilometer durch? Meine erste Vorbereitung beginnt damit, dass ich mir im Firmennetzwerk die vielen Fotos von den Run Clubs der letzten Jahre anschaue. Beim Durchklicken stelle ich fest, dass meine Kollegen dort alle ziemlich sportlich aussahen! Erste Zweifel kommen auf. Doch Gespräche mit eben jenen beruhigen mich. Denn alle versichern mir, dass Lauftrainer Guido das Training wirklich individuell gestaltet und jeden bei seinem jeweiligen Lauflevel „abholt“. Da bin ich sehr gespannt, denn ich bin wirklich ein Anfänger. Ganz anders als meine Kollegin Daniela, die sich mit mir zum Lauftraining angemeldet hat.

Daniela: Ich hatte mein erstes „Lauferlebnis“ vor mittlerweile 3 Jahren. Noch relativ neu bei SHS VIVEON und mit dem Ziel, etwas Anschluss zu finden, bin ich dem Aufruf, unter Anleitung eines Profis für den Firmenlauf zu trainieren, gefolgt. Ich muss dazu sagen: Sport kannte ich bis dato nur aus meiner Kindheit und dem Fernseher…. Meine ersten Joggingversuche bewegten sich demnach auch irgendwo zwischen Spazierengehen und Walken, aber ein schnelleres Tempo erlaubten weder mein Puls noch Guido, unser Trainer. Zugegeben, das war anfangs etwas demotivierend.

Doch mit viel Eifer, Motivation und Spaß hat Guido es geschafft, mich für das Laufen zu begeistern … und ich bin dran geblieben. So kam erst der Firmenlauf und dann, zweieinhalb Jahre später, mein Marathon-Debüt in Berlin 2010. Und auch in diesem Jahr bin ich wieder beim Run Club mit dabei. Jetzt möchte ich nämlich gerne meinen Laufstil verbessern und auf den kurzen Strecken schneller werden. Ich bin sicher, Guido hat dafür jede Menge Tipps auf Lager. Ich bin gespannt….

Bald werden wir mehr wissen, denn heute Abend beginnt unsere erste Trainingstunde im SHS VIVEON Run Club.

Markus, Senior Consultant
SHS VIVEON im Land der aufgehenden Sonne

Auch wenn ich bisher schon öfters auf Projekten im europäischen Ausland unterwegs war, sah ich dem Projekt in Japan doch mit etwas gemischten Gefühlen entgegen…

…zum einen war nur eine sehr kurze Vorbereitungszeit parallel zum Abschluss anderer Projekte vor der Abreise möglich. Andererseits wurde in einem vorher durchgeführten interkulturellen Training deutlich, dass Japaner und Deutsche kulturell und in der Arbeitsweise ganz schön unterschiedlich „ticken“. Insofern war ich schon gespannt, wie das alles werden würde, hatte aber beim Verlassen des Fliegers in Tokio auch ein bisschen das Gefühl, das letzte vertraute Stückchen Europa erst mal hinter mir zu lassen.

Von Narita Airport nach Tokio kommt man bequem mit dem Narita-Express. Trotz intensivem Studium des Netzplans und meiner beruflichen Reiseerfahrung bin ich allerdings nicht in der Lage, alleine herauszufinden wo genau mein Zug abfährt. Nach Nachfragen und Nachzahlen eines zunächst zu niedrigen Fahrpreises klappt es und ich komme ca. eine Stunde später in Tokyo Station an. Mein Hotel ist direkt am Bahnhof, und sehr zentral – auch der Kaiserpalast und die Imperial Gardens sind in fußläufiger Umgebung. Doch zunächst muss ich das Hotel erst mal finden – der Bahnhof ist riesig und es sind unglaubliche Menschenmassen unterwegs. Dafür bietet das Hotel dann aus dem 32. Stockwerk eine wunderbare Aussicht auf Tokio – die Stadt erstreckt sich, soweit das Auge reicht.

Der Kunde hat seinen Standort auf der anderen Seite von Tokyo Station und wir können in ca. 15 Minuten zu Fuß hinlaufen. Vorbei geht es an endlosen Gängen mit Ladenpassagen und Restaurants. Insofern ist hier für ausreichende Versorgung in der Mittagspause oder das Abendessen gesorgt. In Restaurants ist es in Japan üblich, dass (sehr echt aussehende) Plastikmodelle vom Essen im Schaufenster ausgestellt sind. Für Ausländer sehr hilfreich, um sich schon mal ein „Bild“ vom Essen zu machen. In Tokio gibt es auf Wunsch meist aber auch englische Speisekarten und als Esswerkzeuge sind meist Messer und Gabel auf Bestellung möglich. Mittlerweile funktioniert es mit den Stäbchen allerdings auch sehr gut – hiermit war die größte Herausforderung Spaghetti Bolognese ;-).

Die vier Wochen auf dem Projekt waren sehr arbeitsreich und herausfordernd, wodurch die Tage schnell vergingen. Die Arbeitszeiten der japanischen Kollegen sind mit denen in deutschen Unternehmen nicht wirklich vergleichbar.

Eine witzige Begebenheit war auch der Tag mit dem ersten größeren Erdbeben für mich. Wir saßen im Office im 24. Stockwerk, als ich plötzlich das Gefühl hatte, als säße ich auf einem Holzfußboden und jemand springe hinter mir heftig auf und ab. Ein paar Momente später kommt mir der Gedanke „Erdbeben“ in den Kopf. Die japanischen Kollegen sind bei einem Erdbeben dieser Stärke offenbar noch tiefenentspannt – keiner nimmt erkennbar Notiz davon (die sind anscheinend Stärkeres gewohnt). Später am gleichen Tag kommt dann auch bei ihnen noch mal „Panik“ auf – Ihr Arbeitgeber sponsert eine Kiste mit Plastik-Brillen, mit denen man die Sonnenfinsternis am nächsten Tag beobachten kann. Als die Kiste im Büro auftaucht, rennen alle schreiend hin, um sich ein Exemplar zu sichern ;-).

Alles in allem war es neben den Herausforderungen und dem üppigen Arbeitspensum eine sehr interessante Erfahrung, aus einer für europäische Verhältnisse doch ganz schön anderen Welt, an die ich mich noch lange erinnern werde.

Claudia, Human Resources
HR fragt nach – Folge 1: Das Analytics Team in München

Was verbirgt sich hinter den Stellen Consultant für analytisches CRM, für Business Intelligence / Data Warehouse oder für Mobile Applications? In unserer Reihe „HR fragt nach“ möchten wir Euch unsere einzelnen Teams mit ihrem Aufgabengebiet vorstellen und Euch zeigen, welche Stellenprofile diesen zugeordnet sind.

Das Analytics-Team besteht momentan aus sieben Consultants. Folgende Fragen hat HR ihnen gestellt:

Was kann ich mir unter Eurem Aufgabengebiet vorstellen?

Wir beraten unsere Kunden in Analyseprozessen, bei der Analyse-Umsetzung und geben Empfehlungen in den Phasen der Kundengewinnung, Kundenentwicklung und Kundenbindung.

Wie analysiert Ihr diese Kundendaten?

Wir verwenden Methoden aus dem Bereich Value und Risk Analytics, die sowohl auf Einzelkundenebene (Customer Analytics) als auch auf aggregierten Untenehmens-KPIs (Business Analytics) basieren. KPIs sind Leistungskennzahlen. Mit bewährten und innovativen statistischen Methoden in führenden Data Mining Tools führen wir diese Auswertungen durch und bilden damit ein tiefgreifendes und ganzheitliches Verständnis aus strukturierten und unstrukturierten Daten ab. Beispiele hierfür sind Betrugserkennung, Kündigungsprognosen, Score Cards, Big Data Analytics, Kunden-Segmentierung und vieles mehr. Kurzum: Wir gewinnen Wert aus den Daten und sind die Vermittler zwischen IT und Fachseite.

Aus welchen Branchen / Bereichen kommen Eure Kunden?

Wir tummeln uns in fast allen Branchen, wie zum Beispiel Banken, Versicherung, Handel, Telekommunikation, eCommerce und im Verlagswesen. Unsere Kunden finden sich vorrangig in den Abteilungen Marketing, Controlling und im Risikomanagement-Bereich.

Was ist ein typisches Projekt bei Euch?

Eines unserer Projekte war z.B. die Einführung eines Vorgehensmodells, eines sogenannten Prognoseframeworks, zur Umsatzprognose eines Mobilfunkunternehmens. Wir haben zusammen mit den Ansprechpartnern aus den Fachbereichen des Kunden die Anforderungen definiert und dann mit zeitreihenanalytischen Methoden in SAS, ein Analyse Programm, implementiert. Die aus diesem Framework generierten Prognosen fließen nun direkt in die Umsatzplanung des Unternehmens ein.

Was war Euer größter Erfolg?

Der erfolgreiche Aufstieg zur Gotzenalm bei unserem Team-Event, bei dem schwerwiegende Hindernisse gemeinsam überwunden werden mussten, wie z.B. sich ablösende Schuhsohlen. Wenn Euch Analysen und statistische Methoden Spaß und Freude bereiten, dann findet Ihr Euch als Consultant im analytischen CRM in diesem Team wieder. Über freie Vakanzen in diesem Team informiert Euch am besten auf unserer Homepage unter den Stellenangeboten.

Julia, Junior Consultant
Moskau – Business auf Russisch

Moskau – fremd und geheimnisvoll, Türme aus rotem Gold…Als feststand, dass es für mich zusammen mit einer Kollegin in die Hauptstadt von Russland ging, hatte ich sofort den Dschinghis Khan Hit im Ohr zur Einstimmung.

Natürlich war das reine Anhören und Mitträllern des Liedes nicht die einzige Vorbereitung unseres Business-Trips ins ehemalige Zarenreich. Nach Visabeschaffung, fachlicher Vorbereitung und Reiselektüre über die Besonderheiten Moskaus versuchten wir auch, uns erste russische Begriffe mit Hilfe unserer russischen Kollegin zu merken. Das ganze gestaltete sich etwas schwierig, da ohne das passende schriftliche Wort die Möglichkeit fehlte, sich das Wort visuell einzuprägen.

Da es mein erste Reise nach Russland war und ich zudem vorab über einige Moskauer Besonderheiten gelesen und gehört habe (z.B. Verkehr), saß ich dann auch mit Neugier, was mich in der Millionenstadt erwarten wird, im Flieger Richtung Osten. Die erste Besonderheit habe ich dann auch direkt beim Transport vom Flughafen zu unserem Hotel in der Moskauer Innenstadt erfahren: der berühmt-berüchtigte Verkehr: endlose Blechlawinen, Staus und riskante Fahrmanöver.

Abends wollten wir noch kurz ins Herz von Moskau zum Roten Platz, der leider wegen einer Veranstaltung gesperrt war. So war ich zwar einerseits etwas enttäuscht, weil ich unbedingt die berühmte Basilius-Kathedrale sehen wollte, andererseits war ich aber auch von den weiteren Gebäuden und deren Geschichten außen rum sehr fasziniert: Kreml, Bolschoi, Christus-Erlöser-Kirche etc.

Am nächsten Tag gings auch schon zum Kunden ins Office und es lagen 1,5 arbeitsintensive Wochen vor uns. Dabei haben wir auch viel in den Pausen von der russischen Mentalität und weiterer Besonderheiten erfahren. Der Kulturunterschied war definitiv zu merken, z.B. ist die Begrüßung mit Handschlag bei Frauen unüblich. Auch war es teilweise schon eine Herausforderung, dass beide Workshop-Parteien keine Muttersprachler in Englisch waren. Aber durch den geschickten Einsatz von Medien und somit geeigneter Schaubilder und zusätzlichen Nachfragen konnten Sprachenmissverständnisse reduziert oder vermieden werden.

Da leider nicht so viel Zeit blieb für Sightseeing und die Stadt erkunden, haben wir versucht, uns der russischen Seele über die kulinarische Seite am Feierabend zu nähern. So durfte neben Wodka auch Borschtsch oder Blini nicht fehlen. Insgesamt betrachtet war es ein spannender und herausfordernder Aufenthalt in der Millionenmetropole Moskau.

The Running Gag
Wohin das Laufen einen bringen kann… (Part 2)

Juliane: Und dann war es endlich soweit: unsere erste Trainingsstunde begann. Guido, unser Lauftrainer, erwartete uns schon mit Kaffee und Cola in der Hand und begrüßte uns Freude strahlend. Ich war verwirrt! Cola? Aber Guido hat uns natürlich aufgeklärt und uns erst einmal über die richtige Laufvorbereitung informiert. Grundregel: Vor einem Lauf genügend trinken und nicht zu viel essen. Der Körper sollte jedoch über genügend Energie für die Trainingseinheit verfügen. Da ist dann auch schon mal eine Cola erlaubt, um die Speicher kurzfristig wieder mit Kohlenhydraten zu füllen.

Mit schwäbisch-charmanten Kommandos verpasste Guido uns dann ein ordentliches Warm-Up und zeigte uns, wie wir unsere Bänder richtig trainieren und langfristig aufbauen können. Seine Devise: Immer schön das Entenärschle rausstrecken! Mit kurzen Stop-and-Go-Läufen, die immer auf einem Bein austariert werden mussten, konnten wir unsere Balance testen. Das ist gar nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht. Vor allem dann nicht, wenn man wie ich, eine ausgeprägte Links-Rechts-Schwäche pflegt und ständig auf dem falschen Bein landet.

Dann ging es los und wir trabten über die schöne Wiese neben unserem Firmengebäude. Schnell zeigte sich, dass die Gruppe aus sehr unterschiedlichen Läufern und Fitnessgraden besteht. Aber Guido versteht eine Gruppe genau als solche und wusste jeden einzelnen von uns so zu fordern, dass am Ende alle Läufer doch immer zusammenblieben. So mussten die ganz Schnellen z.B. auch einmal ein Stück rückwärts laufen und dabei ordentlich die Knie heben. Übrigens überfordern sich wohl 80 Prozent der Freizeitläufer und verhindern damit einen effektiven Trainingsfortschritt. Viel wichtiger sei es, seine Leistungsgrenzen zu kennen und gezielt zu fördern. Und das heißt, auf keinen Fall konstant zu schnell zu sein. Für mich war dies eine wichtige neue Erkenntnis, denn ich dachte bisher immer, ein gutes Training sei es nur dann, wenn es so richtig schmerzt. Naja, der Schmerz kam dann doch noch und zwar in Form eines ordentlichen Muskelkaters.

Daniela: Letzte Woche hatten wir also unsere erste Trainingsstunde bei Guido. Und seitdem habe ich quasi Dauermuskelkater. Mit wurden nämlich Sonderübungen verordnet, mit denen ich die Stabilität meiner Knie und meines Sprunggelenkes trainieren und kräftigen soll. Täglich, versteht sich. Während wir zu einem großen Baumarkt in direkter Umgebung unseres Firmengebäudes gelaufen sind, um dort mehrmals die Treppen einbeinig springend, zweibeinig hopsend oder sprintend hochzurennen, nutzte Guido die Gelegenheit, unseren Laufstil zu filmen.

Unschön, sich so beim Laufen gefilmt zu sehen und das vor versammelter Mannschaft zu besprechen. Auch, weil man realisiert, dass man mit dem richtigen Laufstil den Marathon um einiges schneller hätte bewältigen können. Also gehe ich seitdem regelmäßig in den tiefen Ausfallschritt, versuche das Knie aber hinter dem Fuß zu lassen, den Oberkörper aufrecht zu halten … und nicht umzufallen. Ob das Ganze schon erste Erfolge zeigt, werde ich heute Abend erfahren. Dann geht es wieder los.

Jens, Consultant
Almauftrieb

Es war ein Treffen besonderer Art, allein von der Größe. Nach den Umstrukturierungen im Sommer trafen sich Ende November erstmalig alle drei Teams der neu formierten Business Unit Big Data für zwei Tage am oberbayrischen Schliersee. Dabei begann Teambildung schon mit der Anreise:

26 Kolleginnen und Kollegen aus nahezu ganz Deutschland und der Schweiz machten sich auf den Weg und legten die letzte Etappe am Freitagmorgen gemeinsam mit den Münchner Kollegen in ihren Firmenwägen zurück. Jeder, der schon mal eine Mitfahrgelegenheit ausgemacht hat, weiß, wie kommunikativ solche Verabredungen im Vorfeld sind.

Ziel war die Schliersbergalm, weniger zum Kühe melken (die Alm ist seit ihrem Bau 1903 schon immer eine reine Gastwirtschaft mit Hotelbetrieb), sondern zum intensiven Gedankenaustausch.

Neben den üblichen Informationen zur Geschäftsentwicklung nahmen dabei die Pläne für ein internes Schulungsangebot großen Raum ein. Schließlich verfügt jeder einzelne Mitarbeiter über vielfältige Erfahrungen aus Kundenprojekten, die wir gern für neue Kollegen – insbesondere Berufseinsteiger – nutzbar machen wollen. Das geschieht auch schon heute, soll aber in Zukunft mehr Struktur bekommen, indem wir nicht nur (meist technologische) Themen behandeln, in denen wir sehr stark sind, sondern auch Themen für Trainings aufbereiten, die nur von einem kleinen Kollegenkreis beherrscht werden.

Darüber hinaus haben wir uns mit unserer Rolle als Farmer vor Ort beim Kunden auseinandergesetzt. Auch das hat wieder nichts mit Melken zu tun, auch wenn böse Zungen den Wunsch, unsere Projektbasis zu verbreitern (und damit natürlich auch Geld zu verdienen) so interpretieren mögen. In der Regel werden wir von Kunden nur mit der Kompetenz wahrgenommen, die wir gerade in ein Projekt einbringen. Auf andere Skills wir nicht angesprochen. Als Berater haben wir einen sehr direkten Draht zu verantwortlichen Kundenmitarbeitern, ganz anders als unsere Vertriebskollegen. Der lässt sich beim Kaffeeplausch auch mal dazu nutzen, mehr über unsere Firma zu erzählen, um vielleicht im Gegenzug dabei auch zu erfahren, dass sich neue Aufgabenstellungen anbahnen, für die wir anbieten können. Klingt einfach, wird im Projektalltag aber schnell vergessen.

Natürlich gehört nach getaner Arbeit zum Ausflug auf die Alm auch ein zünftiger Abend im Almstüber’l. Der Koch trug mit einem Spanferkel zur guten Stimmung bei, die bei den anschließenden typisch bayrischen Wettbewerben im Maßkrugstemmen und Nageln (mit einem Rohrhammer!) noch weiter stieg. Die Gaudi erreichte ihren Höhepunkt, als Katrin das Spiel Looping Louie auspackte, das bis in die frühen Morgenstunden für Beschäftigung sorgte.

Leider bescherte uns Petrus am Samstagvormittag dicke Regenwolken und -tropfen, so dass der geplante Ausflug in die Umgebung der Alm in Form einer GPS-Rallye leider nicht stattfinden konnte. Zum Glück verfügt die Alm über eine eigene Bergbahn (die wir aus Zeitgründen schon am Vortag für die Auffahrt genutzt hatten). So waren wir schnell im Ort und konnten alternativ eine der wenigen Whisky-Destillerien Deutschlands besichtigien: Slyrs.

Der Besuch war durchaus lohnenswert und interessant, nur bei der Verkostung waren die meisten sehr zurückhaltend: Die kurze Nacht und der Grüne Schlierseer vom Vorabend hatten ihre Spuren hinterlassen. Was aber nicht daran hinderte, ein Fläschchen aus dem Shop mitzunehmen, um sich irgendwann daheim mit einem Glas an den Almauftrieb zu erinner. 

The Running Gag
Wohin das Laufen einen bringen kann… (Part 3)

Daniela: Neben der einen Stunde Lauftraining im Rahmen unseres RunClubs versuche ich, das Laufen auch in meinen Alltag zu integrieren. Anfangs war der Schweinehund regelmäßig deutlich größer und stärker als ich. Es gibt jedoch Phasen im Jahr, da bin ich sehr viel auf Messen und Events unterwegs – als Event Managerin bei SHS VIVEON bin ich ja für die Planung und Umsetzung unserer Events zuständig.

Das bedeutet: viel im Auto sitzen, lange am Messestand stehen, wenig Schlaf und noch mehr Stress. Aber gerade an solchen Tagen freue ich mich umso mehr aufs Laufen. Meine Sportkleidung und Laufschuhe sind immer mit dabei. Auf die Art und Weise sieht man zum einen mehr von der Stadt als nur das Hotelzimmer und die Veranstaltungslocation. Zum anderen kann man auch wunderbar abschalten und den Tag ausklingen lassen. In Mainz zum Beispiel kann man stundenlang am Rhein entlang laufen, in Köln dagegen seine Runden durch den Rheinpark drehen. In Hamburg rennt man am besten einmal um Binnen- und Außenalster rum.

Der Grüneburgpark in Frankfurt ist zwar winzig, aber auch dort kann man wunderbar idyllisch laufen … und spätestens wenn man sich bei der dritten Runde begegnet, grinst man den anderen Läufern auch mal zu oder kommt sogar ins Gespräch. Verschnaufpause quasi. Dann noch ein bisserl an der Technik feilen, Stretching und ab ins Hotel.

Juliane: Viele Läufer berichten ja immer, dass sich irgendwann ein Schalter umlegt und man einen gewissen Drang zum Laufen verspürt. Mit großer Hoffnung erwarte ich diesen hochgepriesenen Moment und horche jeden Morgen in mich hinein. Doch bisher Fehlanzeige! Das einzige, was ich bisher laut und deutlich höre sind die vielen kleinen Ausreden meines Körpers, heute das Laufen doch besser auf morgen zu verschieben. Um dem ewigen Kampf zwischen Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter zu beenden, habe ich mir einfach feste Termine gesetzt und verabrede mich mit anderen zum Laufen.

So habe ich zum Beispiel eine kleine Laufgruppe direkt an meinem Wohnort entdeckt, mit denen ich jetzt einmal pro Woche einen festen Lauftermin habe. Dabei zeigen wir uns gegenseitig neue Laufstrecken und tauschen unsere Erfahrungen aus. Da hat der Schweinehund erst gar keine Chance, sich blicken zu lassen. Von Guido habe ich gelernt, dass es wichtig sei, den Körper auch mal anders zu fordern und ihm Abwechslung zu bieten. Dadurch kann man seine Lauf-Leistung einfach und effizient steigern.

Besonders eignen sich dabei Sportarten wie Wandern, Schwimmen und Radfahren. Ich habe diesen Tipp für mich gleich etwas anders ausgelegt. Immer wenn ich so wirklich gar keine Lust zum Laufen verspüre, aber dennoch mein Gewissen beruhigen möchte, mache ich einfach eine der anderen Sportarten. Und bei schönem Wetter, so wie wir es im Augenblick haben, fällt das einem auch überhaupt nicht schwer.

Alexander, Consultant
DOAG 2011 Business Intelligence

Die DOAG BI 2011 Konferenz bot dieses Jahr erstmals den Oracle-Anwendern eine eigenständige Konferenz zu den Themen “Data Warehouse” und “Business Intelligence”. Und ich mittendrin und meinen ersten Konferenzbeitrag ever in der Tasche…

Ein unwirkliches Gefühl wenn man in den Tagungsbereich eines Hotels geht und weiss: „Heute bin auch ich einer von denen, die hier präsentieren.“ Mein Beitrag hatte das Thema “BI Benutzerverwaltung – Warum sich individuelle Lösungen lohnen” und drehte sich um ein Projekt, an dem ich kürzlich gearbeitet hatte: die Abläufe bei einem großem Kunden zu verbessern, wo Schwierigkeiten in der Berechtigungsvergabe bestanden.

Ein echt komplexes Thema, aber wenn man sich es nach dem Teile-und-Herrsche-Prinzip ansieht wird’s beherrschbar. Und dann kann man die Probleme an der Stelle auch gut lösen. Doch die anfängliche Nervosität ging recht schnell im allgemeinen Trubel der Konferenz unter. Kurze Begutachtung der Vortragsräume, ein Kaffee, kurzer Tratsch mit den Kollegen, Begrüßung und ab in die ersten Vorträge. In den Pausen konnte man die Kollegen dann auch mit Fragen löchern – wann sonst trifft man 130 Experten an einem Tag?

Die Tagung machte einen runden Eindruck; die Vorträge waren allesamt spannend und interessant aufbereitet, das Spektrum reichte von technischen Themen bis hin zu Vorträgen zu den Themenbereichen Management und Projektvorgehen. Insbesondere die Themen der Kollegen mit längjähriger Berufserfahrung fand ich sehr spannend, denn sie können aufgetretene Schwierigkeiten auch abstrakt darstellen, so dass man hier auch gut Schlüsse für das eigene Vorhaben ziehen kann. Auf die Foliensätze bin ich jedenfalls schon sehr gespannt. Und auf Feedback zu meinem Vortrag, denn ein wenig Nervosität blieb letztlich trotzdem.

Philipp, Leader of Analytics
Fibonacci für Kinder oder unsere Kollegen von morgen

Zahlen sprechen? Naja, nicht wirklich, eher quälen sie, zumindest sagen es meine Mathematik-Studenten an der Uni. Dass man spielerisch über Zahlen nachdenken kann, würden die wenigsten mit Mathematik und ihrer Kindheit verbinden. Oder Sie?

Wieso aber sollen Kinder nicht früher spielerisch Mathe lernen und auch Gleichungen, Stoff aus dem Gymnasium und aus der Uni, nur auf eine andere Art und Weise. Wieso sollte man nicht die vielzitierte frühkindliche Bildung mal wirklich angehen? Fragen die konkret wurden mit meinen drei Kindern, die Mathe nicht auf übliche Weise lernen sollen, sondern kreativer, so dass sie nicht in der letzen Reihe sitzen und sich lieber mit Papierfliegern und Zettelchen beschäftigen, sondern vielleicht in meiner übertriebenen Naivität, Mathespiele als Papierflieger, sprich interessantes Spiel, sehen?

Fragen die mir durch den Kopf schwirren. Fragen aus denen dann ein Konzept entstand. Aus der Idee heraus haben meine Frau und ich die gemeinnützige Mathematik-Schule gegründet. Eine Schule, an der wir unseren elterlichen Spaß an Mathematik und logischem Denken, Schach und Naturwissenschaften weitergeben wollen.

Durch spielerisches, bildliches Lernen wollen wir die 4-8 jährigen Kinder erreichen, abholen bei den Papierfliegern. Bevor also samstags Nachmittag bei sonnigem Wetter der Spielplatz ruft, lernen die Kinder bei uns Mathematik und Logik auf andere Art und Weise, ein Versuch mit Mathe nicht abzuschrecken, sondern die Zahlen spielerisch sprechen zu lassen und dadurch sogar das eine oder andere Grinsen und Lachen mit frühkindlichem Lernerfolg zu verbinden

oder wie ein Vater schrieb: „Pisa, frühkindliches Lernen, ständig höre ich von den Plänen die wahlweise Schavan oder die Landesminister präsentieren, passiert ist noch wenig – um es positiv auszudrücken -, in der sogenannten Bildungsoffensive, die es seit Jahrzehnten gibt.

Soviel zur Vorgeschichte dessen, was mir am Samstag passiert ist. Da laufe ich durch Haidhausen, samstags und es kommen mir Kinder entgegen, mit Schulranzen und Eltern im Gepäck. Kurz noch mal nachgedacht, ja es ist Samstag und ja, da sind Schulkinder unterwegs. Gibt es jetzt wieder Samstagsunterricht? Meine Neugierde ist geweckt, das Eis muss noch ein paar Minuten warten, denn das interessiert mich ja schon. Also frage ich nach, bei einer Mutter die zwar leicht gestresst den Schulranzen ihres Kleinen aufnimmt, aber freundlich wirkt. „Entschuldigen Sie, gerade hab ich die ganzen Kinder die Straße hochlaufen sehen und mich gewundert, ob es jetzt wieder Samstagsunterricht gibt?“ Verwundert schaut Sie mich an, recht skeptisch, da schiebe ich noch mein politisches Interesse für Bildung und meine Tochter hinterher und jetzt scheint das Eis gebrochen.

„Naja die Kinder gehen auf eine Schule die Samstagunterricht anbietet, weil man da Mathe und Logik, Schach und Russisch an einem Ort bekommt.“ „Wie – Russisch, Mathe, Schach, Logik?“„Ja aber das eigentlich interessante für Sie als politisch Interessierten dürfte eigentlich eher das Wie sein, oder?“ Diese Frau scheint mich nicht ganz ernst zu nehmen, aber gut wenigstens lüftet sie in einem Redeschwall das Geheimnis von den Samstagsschulkindern nach meiner Frage: „Und das mit Mathe und Russisch ist der Grund, dass die Kinder samstags in die Schule müssen?“ „Müssen? Ja, da ist sie schon wieder, diese alte Denkweise.

Das entscheidende ist nämlich die Lernweise, auch in Mathe, nicht stupide und frontal, sondern verbildlicht und haptisch, über Spiele und Rätsel. Heute haben die Kinder die Fibonacci-Folge erarbeitet, hat mir mein Sohn eben erzählt, der geht da sogar gerne hin, und das können Sie wahrscheinlich kaum glauben, oder?“ sagt Sie mir und lacht. „Das Paar, das die Schule aufgebaut hat, macht das ehrenamtlich, da können Sie sich ja vorstellen, dass die Intention wirklich dem besseren Lernen der Kinder gilt.“

Die Fibonacci-Folge, so so – während ich zuhöre, krame ich mein Gedächtnis nach Fibonacci durch und finde ihn wieder, immer die zwei Zahlen vorher addieren, Kaninchen, Fortpflanzung, langsam kommt es wieder. „Wie alt ist ihr Sohn denn?“ „Er wird fünf und die anderen, so um die 25 Kinder, die in die Mathematik-Schule gehen, sind zwischen 4 und 8 Jahre alt.“ Fibonacci in dem Alter, alter Schwede wenn das mal nicht frühkindliches Lernen ist. „Schönes Wochenende noch“, mit Fibonacci im Kopf verabschiede ich mich von der Frau, einmal drehe ich mich noch um zu den kleinen Kasparows von morgen und denke mir, wenigstens gibt es Kleinprojekte, in denen andere Wege probiert werden, die mathematische Schule sollte ich mir für meine Kinder merken.